Allgemeine Geschäftsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge über die Lieferung von Waren und die Erbringung von Dienstleistungen (insbesondere Lasergravuren, Laserschnitt, 3D-Druck und Textilveredelung sowie sonstige Kennzeichnungen), die zwischen der Firma Strahlenkraft, Inhaber: Alexander Minn, Rauschendorfer Weg 1, 16775 Sonnenberg (nachfolgend „Auftragnehmer“) und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“) geschlossen werden.
Diese AGB gelten sowohl für Verbraucher (§ 13 BGB) als auch für Unternehmer (§ 14 BGB), es sei denn, in der jeweiligen Klausel wird ausdrücklich eine Differenzierung vorgenommen.
Unsere Produktpräsentationen (z. B. auf unserer Website unter www.strahlenkraft.de oder in sozialen Medien) stellen lediglich eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden dar, ein Angebot abzugeben. Ein Online-Shop wird von uns nicht betrieben; der Vertragsschluss erfolgt in der Regel über direkte Gespräche, E-Mail (info@strahlenkraft.de) oder sonstige individuelle Kommunikationswege.
2. Vertragsabschluss
Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich gekennzeichnet sind.
Ein Vertrag kommt erst zustande, wenn der Auftragnehmer den Auftrag des Kunden nach einem persönlichen oder schriftlichen Gespräch ausdrücklich bestätigt (z. B. durch eine Auftragsbestätigung in Textform per E-Mail) oder mit der Ausführung der Leistung beginnt.
Digitale Entwürfe, Layouts, 3D-Modelle, Designvorschläge und Grafiken, die im Rahmen der Vorbereitung eines Auftrags erstellt werden, bleiben bis zur vollständigen Bezahlung des Auftrags das alleinige Eigentum des Auftragnehmers. Eine Verwendung durch den Kunden ohne Vertragsschluss oder vor vollständiger Bezahlung ist unzulässig.
3. Preise und Zahlung
Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten Preise. Gegenüber Verbrauchern verstehen sich alle angegebenen Preise als Gesamtpreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer. Gegenüber Unternehmern verstehen sich die Preise – sofern nicht anders angegeben – als Nettopreise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer, die in der Rechnungsstellung gesondert ausgewiesen wird.
Zahlungsbedingungen und Zahlungsarten:
Standard & Bestandskunden: Für Bestandskunden mit nachgewiesener guter Bonität (insbesondere im B2B-Bereich) ist der Kauf auf Rechnung nach wie vor möglich. Sofern nichts Abweichendes vereinbart ist, ist der Rechnungsbetrag innerhalb von 10 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zur Zahlung fällig.
Neukunden: Wenn noch keine Geschäftsbeziehung oder Bonitätshistorie vorliegt, behält sich der Auftragnehmer vor, die Lieferung von einer vollständigen Vorkasse abhängig zu machen.
Maßanfertigungen & Individueller Bedarf: Bei Sonderanfertigungen und personalisierten Artikeln, die aufgrund ihrer Individualität nicht einfach an andere Kunden weiterverkauft werden können, sowie bei einem Auftragswert von über 500,00 Euro (Bruttobetrag) ist eine Anzahlung in Höhe von 1/3 des Rechnungsbetrags (oder wahlweise vollständige Vorkasse) sofort nach Auftragserteilung fällig. Die Bearbeitung oder Fertigung beginnt erst nach Eingang dieser Zahlung.
Auslandsgeschäfte: Bei grenzüberschreitenden Lieferungen behält sich der Auftragnehmer aufgrund des erhöhten Risikos von Zahlungsausfällen vor, grundsätzlich auf Vorkasse zu bestehen.
Kommt der Kunde in Zahlungsverzug, ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu fordern.
4. Lieferung und Lieferzeiten
Die Lieferung von Waren erfolgt an die vom Kunden angegebene Lieferadresse oder durch Abholung beim Auftragnehmer, sofern dies vereinbart wurde.
Die Lieferzeit ist abhängig vom jeweiligen Auftragsumfang und beträgt bis zu 20 Werktage ab Vertragsschluss (bzw. ab Eingang der vereinbarten Anzahlung oder Vorkasse gemäß Ziffer 3.2). Sollte der Auftragnehmer ein konkretes Deckungsgeschäft abgeschlossen haben und von seinem Zulieferer ohne eigenes Verschulden nicht beliefert werden, verlängert sich die Lieferzeit um die Dauer des Hindernisses, sofern der Auftragnehmer den Kunden unverzüglich über die Nichtverfügbarkeit informiert. Ist die Leistung auch innerhalb dieser angemessenen Verlängerung nicht verfügbar, ist der Auftragnehmer berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten; bereits erbrachte Gegenleistungen des Kunden werden in diesem Fall unverzüglich erstattet. Verbindliche Lieferfristen bedürfen der ausdrücklichen Bestätigung in Textform durch den Auftragnehmer.
5. Eigentumsvorbehalt
Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen aus dem jeweiligen Vertragsverhältnis Eigentum des Auftragnehmers.
Bei Verträgen mit Unternehmern behält sich der Auftragnehmer das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen aus einer laufenden Geschäftsbeziehung vor.
6. Material- und produktionsbedingte Besonderheiten (Lasergravuren, 3D-Druck, Textilveredelung)
Naturmaterialien beim Lasern: Naturmaterialien wie Holz, Schiefer, Leder, Kork oder Glas unterliegen natürlichen Schwankungen in Beschaffenheit, Maserung, Struktur und Farbe. Dies kann zu unterschiedlichen Gravurergebnissen (z. B. in Tiefe, Schärfe oder Kontrast) führen. Solche naturbedingten Varianzen stellen ausdrücklich keinen Mangel dar.
Besonderheiten im 3D-Druck: 3D-gedruckte Produkte entstehen schichtbasiert. Technisch bedingt können dadurch sichtbare Schichtlinien (Layer Lines), minimale Oberflächenunebenheiten oder Stützstrukturspuren entstehen, sofern diese nach dem gängigen Stand der Technik nicht vollständig vermieden werden können. Dies stellt keinen Qualitätsmangel dar.
Besonderheiten bei der Textilveredelung: Bei Textilien können geringfügige, verfahrensbedingte Abweichungen in der Druck- oder Veredelungsposition sowie in der Farbwiedergabe (abhängig von Textilfarbe und Materialbeschaffenheit) auftreten. Handelsübliche und geringfügige Toleranzen bei Textilien (z. B. Maß- und Formtoleranzen des Herstellers von bis zu ± 5 %) begründen keinen Mangel.
Allgemeine Toleranzen: Geringfügige Farb-, Größen- oder Positionsabweichungen der Veredelung, des Drucks oder des Materials sind produktionsbedingt und im üblichen Rahmen zulässig.
7. Kundenmaterial (Beistellware / Gravur und Veredelung auf bereitgestellten Gegenständen oder Textilien)
Stellt der Kunde Gegenstände, Textilien oder Rohmaterialien zur Verfügung, die vom Auftragnehmer bearbeitet, graviert, bedruckt oder im 3D-Druck ergänzt werden sollen, hat der Kunde diese auf eigene Kosten und Gefahr an den Auftragnehmer zu übergeben.
Der Kunde ist verpflichtet, den Auftragnehmer vorab vollständig und wahrheitsgemäß über die Beschaffenheit des Materials (z. B. Textilart, Materialmischungen, Beschichtungen, Kunststoffarten) zu informieren.
Für Schäden am Kundenmaterial, die durch unvorhersehbare Materialreaktionen (z. B. unzureichende Hitzebeständigkeit bei Textilveredelung, Materialverzug, verdeckte Einschlüsse oder ungeeignete Legierungen/Chemikalien) trotz branchenüblicher Sorgfalt entstehen, haftet der Auftragnehmer nur nach Maßgabe der Ziffer 10 dieser AGB (Haftung).
8. Freigabe von Entwürfen und Reklamationen
Vor Beginn der Ausführung erhält der Kunde in der Regel einen digitalen oder physischen Entwurf bzw. eine Druck-/Gravuransicht zur Freigabe.
Der Kunde ist verpflichtet, diesen Entwurf sorgfältig auf Richtigkeit (insbesondere hinsichtlich Rechtschreibung, Grammatik, Maße, Positionen, Logos und Daten) zu prüfen.
Der Kunde übernimmt mit der Freigabe die Verantwortung für die Richtigkeit der von ihm geprüften Inhalts- und Textangaben. Der Auftragnehmer haftet nicht für Fehler, die vom Kunden im Rahmen der Freigabe übersehen wurden, es sei denn, es handelt sich um Mängel, die für den Kunden nicht erkennbar waren oder die der Auftragnehmer vorsätzlich oder grob fahrlässig verschwiegen hat.
9. Gewährleistung
Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften, soweit nachfolgend nichts Abweichendes geregelt ist.
Nur gegenüber Unternehmern (B2B) gilt: Offensichtliche Mängel müssen unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 7 Werktagen nach Erhalt der Ware, schriftlich oder per E-Mail an info@strahlenkraft.de gerügt werden. Die Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche bei neu hergestellten Sachen beträgt gegenüber Unternehmern ein Jahr ab Ablieferung der Ware. Für Verbraucher gelten uneingeschränkt die gesetzlichen Rüge- und Verjährungsfristen.
10. Haftung
Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen.
Für leicht fahrlässige Verletzungen wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung des Auftragnehmers auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
Im Übrigen ist eine Haftung des Auftragnehmers für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
11. Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrechte
Der Kunde versichert, dass sämtliche von ihm übermittelten Texte, Bilder, Logos, Grafiken, Fotos, Designs, 3D-Modelle, Marken oder sonstigen Inhalte frei von Rechten Dritter sind oder er über sämtliche für die Herstellung des Auftrags erforderlichen Nutzungs-, Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrechte verfügt.
Der Kunde stellt den Auftragnehmer von sämtlichen Ansprüchen Dritter einschließlich der erforderlichen Rechtsverfolgungskosten frei, die aufgrund einer Verletzung solcher Rechte durch die vom Kunden bereitgestellten Inhalte entstehen.
Der Auftragnehmer ist nicht verpflichtet, die Rechtmäßigkeit der vom Kunden übermittelten Inhalte zu prüfen, und behält sich ausdrücklich vor, Aufträge mit offensichtlich rechtswidrigen, beleidigenden oder anstößigen Inhalten oder Aufträge, die die Rechte Dritter verletzen könnten (z. B. geschützte Markenlogos ohne Nachweis der Berechtigung, urheberrechtlich geschützte fremde Bilder/3D-Dateien oder verfassungswidrige Symbole), abzulehnen.
12. Ausschluss des Widerrufsrechts bei personalisierten Produkten
Sofern der Kunde als Verbraucher handelt, wird darauf hingewiesen, dass ein Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB unter anderem dann nicht besteht, wenn Waren geliefert werden, die nach Kundenspezifikation angefertigt werden oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Da die vom Auftragnehmer angebotenen Lasergravuren, 3D-Drucke, Textilveredelungen und individualisierten Artikel (z. B. mit Namen, Daten, individuellen Logos oder Wunschtexten versehene Produkte) speziell auf die Wünsche des Kunden zugeschnitten und angefertigt werden, ist das gesetzliche Widerrufsrecht für solche personalisierten Produkte ausgeschlossen.
13. Datenschutz
Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), soweit dies zur Durchführung des Vertragsverhältnisses erforderlich ist. Weitere Details können der Datenschutzerklärung auf unserer Website www.strahlenkraft.de entnommen werden.
14. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Für Verbraucher gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Auftragnehmers (Sonnenberg).
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.
Stand: August 2026
Strahlenkraft – Alexander Minn, Rauschendorfer Weg 1, 16775 Sonnenberg
Web: www.strahlenkraft.de | E-Mail: info@strahlenkraft.de
